Räder der Firma KTM im Test
KTM Life Comfort 24-Gang KTM 4D-Automatic  
     

KTM Life Comfort 24-Gang
Marke: KTM
Produktname: KTM Life Comfort 24-Gang
Gewicht: 18,4 kg
Radstand: 1.135mm
Verkaufspreis: € 950,-
www.ktm-bikes.at

Einsatzbereich:
Stadt-, Touren-, Ausflugsfahrten, Trekking, Reisen mit leichtem Gepäck. Garantie auf Rahmen und Gabel: 84 Monate; auf Teile: 6 Monate.

Meinung der TesterInnen:
„Schnelles, komfortables Rad, tolle Schaltung, ein richtiger Cityflitzer…“; „Sogar mit meinen 110 kg hat die Federung noch gut funktioniert…“; „Schnell und speedig, vor allem auf Schotterstraßen noch viel zum rausholen…“; „Je schneller man fährt desto besser geht die Federung…“; „Super Bremsen, super Schaltung bisschen viele Gänge zwar, aber super – kann ich mich dran gewöhnen…“

Fahrbericht:
Die Stärken des Life Comfort liegen bei Stadtfahrten oder Touren mit leichtem Gepäck bis 15 kg (zulässiges Gewicht laut Hersteller: 18 kg). Auf schottrigen und unebenen Straßen überzeugt es mit überdurchschnittlichem Fahrkomfort. Die Zuladung des Trägers sollte 15 kg nicht gravierend übersteigen, da der Rahmen sonst spürbare Verwindungsneigung entfaltet. Die gemütliche Sitzposition, der lange Radstand und der hohe Komfort prädestinieren das Rad für kurze bis mittellange Strecken. Ohne Gepäckbeladung lassen sich auch Bergstraßen im Wiegetritt erklettern. Die Übersetzung scheint eher für ebenere Strecken konzipiert zu sein. Der erste Gang bietet mit seiner Untersetzung (34 zu 28) zwar einen richtigen „Rettungsgang“ an, aber der Sprung zum zweiten Gang (26 zu 28) lässt eine ziemliche Lücke entstehen, die ergonomisches Treten fast unmöglich macht. Auf geraden bis leicht hügeligen Strecken dagegen kann man ganz schön Tempo machen. Der schnellste Gang (11 zu 48) lässt einen auch auf Schotterstraßen noch speedig dahinbrettern. Angesichts des günstigen Preises für ein komplett ausgestattetes Tourenrad mit Vollfederung müssen bei der Ausstattung halt auch Kompromisse in Kauf genommen werden. So verfügt die Lichtanlage über kein Standlicht für hinten und der Dynamo neigt bei Regen zu gelegentlichen Aussetzern. Die Bremsen funktionieren ausgezeichnet bei jedem Wetter, und auch die Schaltanlage begeistert durch ihre einwandfreie Funktion.

Die Reifen scheinen relativ pannensicher zu sein, auf 900 km Fahrt über schlechte Fahrbahnverhältnisse ist trotz wüster Fahrweise kein einziger Defekt aufgetreten. Guter Kettenschutz lässt auch normale Hosen sauber bleiben. Der Ständer hält dank seines Gummifußes auch leichtes Gepäck ohne Umfaller aus. Der Gepäckträger lässt sich mit verschiedenen Aufsteckvarianten wie Korb, Koffer oder Kindersitz kombinieren und erhöht so die Verwendungsflexibilität.

Fazit:
Sehr bequemes Tourenrad, preisgünstig in Anbetracht der aufwendigen Technik. Mit qualitativ hochwertigerer Lichtanlage durchaus ein Schnäppchen für gemütliches bis schnelles Fahren bei ebenen bis leicht hügeligen Verhältnissen.

Plus-Minus-Liste (in Relation zum Verkaufspreis):
+++ ++++ +++
+++ ++++ +++
+++ +++ +++
+ + ++
+++ +++

KTM 4D-Automatic
Marke: KTM
Produktname: KTM 4D-Automatic
Gewicht: 19,1 kg
Radstand: 1.150mm
Verkaufspreis komplett: € 730,-
www.ktm-bikes.at

Einsatzbereich:
Stadt-, kurze Touren und Ausflugsfahrten. Garantie auf Rahmen und Gabel: 5 Jahre, Garantie auf Teile: 6 Monate.

Fahrbericht:
Der verwindungssteife Stahlrahmen mit dem niedrigen Durchstieg, versteckt unauffällig die kleine Schaltrevolution. Hinter dem Tretlager sitzt in einem Minikasten die Steuereinheit, die den richtigen Schaltzeitpunkt und den richtigen Gang präzise als Schaltbefehl in die Nabe weiterleitet. Am Display am Lenker kann zwischen sportlicher oder komfortabler Schaltgeschwindigkeit vorgewählt werden - für IndividualistInnen gibt es noch eine manuelle Stufe zur Handbetätigung mittels Knöpfchen. Kaum rollt das Rad, springt mit einem leisen „Piep“ der erste Gang rein, leichtgängig und lautlos rollt das Rad - „Piep“ - im zweiten und - „Piep“ - im dritten Gang dahin. Langsamer fahren - „Piep“ - zweiter Gang, stehenbleiben - „Piep“ - erster Gang. Der Gangwechsel läuft butterweich und ohne lästiges Rucken ab. Das Schaltcockpit ist gleichzeitig ein Fahrradtachometer, auf dem die Geschwindigkeit ablesbar ist. Mühelos und ohne die Hände vom Lenker nehmen zu müssen, kann man sich auf den Verkehr konzentrieren. Dieses System ist wie geschaffen für die Stadt und kleinere Ausflüge, für GelegenheitsfahrerInnen und alle die, die nicht übers Schalten nachdenken wollen. Einziges Manko ist die geringe Übersetzungsbandbreite, durch die das Rad als Kurzstreckenfahrrad seinen besten Einsatzbereich findet. Weitere Highlights dieses Cityrades sind der sich selbst einschaltende Nabendynamo mit Sensorschalter, der komfortable Lenker zum Aufrechtsitzen mit den weichen Gelgriffen und der bequeme Sattel mit gefederter Sattelstütze.

Fazit:
Das hinten gefederte Komfortrad mit dem niederen Durchstieg, den durchdachten technischen Lösungen und der automatischen Schaltung, ist ein einfaches problemloses Fortbewegungsmittel für die Stadt.

Plus-Minus-Liste (in Relation zum Verkaufspreis):
+++ +++ ++++
+++ +++ +++
+++++ keine +++
+++++ ++ ++
++ +++